Die Rache des jungen Meh oder Das Wunder der zweiten Pflaumenblüte

 „Die Rache des jungen Meh oder Das Wunder der zweiten Pflaumenblüte“ ist ein klassischer chinesischer Roman, der vor allem durch die meisterhaften Nachdichtungen des Sinologen Franz Kuhn im deutschsprachigen Raum bekannt wurde.

Inhalt und Hintergrund

Der Roman gehört zur Gattung der traditionellen chinesischen Erzähl- und Romankunst (oft der Ming- oder Qing-Dynastie zugeordnet). Wie viele der von Franz Kuhn übersetzten Werke (unter anderem Kin Ping Meh oder Dschingis Khan) verbindet das Buch Elemente von Gesellschaftsroman, Sitte, Moral und einem spannenden Rache- oder Kriminalmotiv.

Im Zentrum der Handlung steht eine klassische Geschichte von Gerechtigkeit, Intrigen, menschlichen Verfehlungen und dem späten Ausgleich von Unrecht, poetisch eingebettet in den Titelmotiv der „zweiten Pflaumenblüte“, die in der chinesischen Symbolik oft für einen unerwarteten Neuanfang, späte Gerechtigkeit oder das Wiedererblühen nach scheinbar hoffnungsloser Winterkälte steht.

Franz Kuhns Übersetzung

Franz Kuhn (1884–1961) hat maßgeblich dazu beigetragen, die klassische chinesische Literatur im 20. Jahrhundert im deutschen Sprachraum populär zu machen. Seine Übersetzungen zeichnen sich durch einen sehr bildhaften, atmosphärischen und erzählerisch flüssigen Stil aus, der den Geist der chinesischen Originale einfängt und sie gleichzeitig für westliche Leserschaft lebendig macht. Das Buch erschien im Laufe der Jahrzehnte in verschiedenen Verlagen, darunter der Insel-Verlag sowie als Taschenbuch in der Fischer Bücherei.

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