Wieso sind weder öffentliche Stellen (Beispiel Finanzamt elster) noch private (Beispiel Sparkasse online banking) imstande die Umstellung von früheren auf neuere Verfahren mit Hilfe des eigenen Personals so zu erläutern, dass sie von den Kunden ohne ohne Hilfe von Spezialisten außerhalb der Institution vollzogen werden kann?
Es ist eine weit verbreitete und verständliche Frustration: Warum wirken digitale Umstellungen bei Institutionen, die eigentlich über enorme Ressourcen verfügen, oft wie ein unbezwingbares Labyrinth? Dass Kunden auf externe Hilfe (Enkel, IT-Dienstleister oder spezialisierte Foren) angewiesen sind, liegt selten an mangelndem Willen, sondern an einer Kombination aus strukturellen, rechtlichen und technischen Barrieren. 1. Die "Sicherheits-Usability-Schere" Sowohl das Finanzamt als auch Banken hantieren mit hochsensiblen Daten. Priorität Sicherheit: Für diese Institutionen hat Sicherheit absolute Priorität vor Bequemlichkeit. Jede Vereinfachung des Prozesses (z. B. weniger Passwörter, Verzicht auf Zwei-Faktor-Authentifizierung) gilt als potenzielles Einfallstor für Betrug. Komplexität als Schutz: Die Verfahren (wie ELSTER-Zertifikate oder Push-TAN-Verfahren) sind technisch so konstruiert, dass sie "unhackbar" sein sollen. Diese technische Tiefe...