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Begleitetes Spazierengehen

In Bad Kreuznach gibt es mehrere Organisationen und Vereine, die Begleitung beim Spazierengehen oder Besuchsdienste für Senioren anbieten. Hier sind die wichtigsten Anlaufstellen: 1. Tauschring Bad Kreuznach Der Tauschring ist eine Nachbarschaftshilfe-Initiative, bei der Mitglieder Dienstleistungen auf Zeitbasis austauschen (Arbeitszeit gegen Arbeitszeit). Angebot:  Unter den vielfältigen Aktivitäten wird explizit die  Begleitung bei Spaziergängen  sowie Begleitung zu Ärzten oder Ämtern aufgeführt. Kontakt:  *  Telefon:  0671 / 48320896 E-Mail:  kontakt@tauschring-badkreuznach.de Webseite:   tauschring-badkreuznach.de 2. Ehrenamtsbörse im Haus der SeniorInnen Die städtische Ehrenamtsbörse fungiert als zentrale Vermittlungsstelle zwischen Menschen, die Hilfe suchen, und Ehrenamtlichen. Angebot:  Sie vermitteln unter anderem  Besuchsdienste und Nachbarschaftshilfe . Wenn Sie jemanden suchen, der regelmäßig mit Ihnen oder einem Angehörigen ...

Hauptaussagen von Kate Crawford: "Atlas of AI"

In ihrem Werk "Atlas of AI" (deutscher Titel oft im Kontext von „Empire of AI“ diskutiert) räumt Kate Crawford mit dem Mythos auf, dass Künstliche Intelligenz eine „abstrakte, ätherische Cloud-Technologie“ sei. Sie zeichnet stattdessen eine Landkarte der materiellen und sozialen Kosten. Hier sind die fünf Hauptaussagen ihres „Atlas“: 1. KI ist weder künstlich noch intelligent Crawford argumentiert, dass KI eine materielle Ressource ist. Nicht künstlich: Sie basiert auf enormen Mengen an natürlichen Ressourcen (Lithium, Kupfer, Energie) und menschlicher Arbeit. Nicht intelligent: Sie versteht nichts im menschlichen Sinne, sondern ist ein statistisches Verfahren, das auf der massiven Extraktion von Daten beruht. 2. Die Logik der Extraktion Das Fundament der KI ist Raubbau. Crawford beschreibt eine Kette der Ausbeutung, die an den Minen beginnt und sich über die digitale Infrastruktur fortsetzt: Natur: Die Zerstörung von Ökosystemen für die Hardware. Arbeit: Die „Hidden L...

Hauptaussagen von Empire of AI

 Das Buch "Empire of AI: Kriege, KI und die neue Weltordnung" (im Original meist als The Coming Wave oder im deutschsprachigen Diskurs oft im Kontext von Kate Crawfords Atlas of AI diskutiert) befasst sich mit der Frage, wie Künstliche Intelligenz die globale Machtarchitektur verändert. Falls du dich auf das aktuelle Werk beziehst, das die geopolitischen und gesellschaftlichen Auswirkungen analysiert, sind hier die zentralen Thesen: 1. KI als neue Infrastruktur der Macht KI ist nicht bloß eine Software, sondern ein neues Machtinstrument . Wer die Rechenleistung (Compute), die Datenmengen und die Halbleiter-Lieferketten kontrolliert, bestimmt die Regeln der globalen Wirtschaft und Politik. Es findet eine Verschiebung von staatlicher Souveränität hin zu "Big Tech"-Imperien statt. 2. Die algorithmische Extraktion Ein Kernargument ist oft die Ressourcenfrage . KI-Systeme fallen nicht vom Himmel; sie basieren auf: Rohstoffen: Massiver Abbau von Lithium und Seltenen E...

Wie lernt eine KI "Sehen"?

 Damit eine KI – etwa in einem autonomen Auto oder einem Roboter – Videobilder zur Selbststeuerung nutzen kann, muss sie den zweidimensionalen Pixelstrom in ein dreidimensionales Verständnis der Welt übersetzen. Dieser Prozess wird oft als Computer Vision bezeichnet. Hier sind die entscheidenden Schritte, wie aus bunten Punkten auf einem Sensor eine Handlungsanweisung wird: 1. Objekterkennung und Klassifizierung Zuerst muss die KI wissen, was sie sieht. Ein neuronales Netz analysiert jedes Einzelbild (Frame) des Videos. Bounding Boxes: Die KI zieht Rahmen um erkannte Objekte (z. B. „Fußgänger“, „Stoppschild“, „Baustelle“). Semantische Segmentierung: Hier geht die KI tiefer und ordnet jedem einzelnen Pixel eine Kategorie zu. So weiß sie genau, wo der „Asphalt“ aufhört und der „Bürgersteig“ beginnt. 2. Tiefenschätzung und 3D-Rekonstruktion Ein Videobild ist flach, aber Steuerung findet im Raum statt. Die KI muss Distanzen berechnen: Stereo-Vision: Wenn zwei Kameras vorhanden sin...

Sam Walton

 In seinem Buch „Die Abwicklung: Eine innere Geschichte des neuen Amerika“ (Originaltitel: The Unwinding ) zeichnet George Packer ein kritisches Porträt von Sam Walton, dem Gründer von Walmart. Er nutzt Waltons Biografie als ein zentrales Beispiel für den Wandel der US-amerikanischen Gesellschaft und den Zerfall des alten „Gesellschaftsvertrags“. Hier sind die wesentlichen Punkte, die Packer über Sam Walton schreibt: Persönliche Sparsamkeit: Packer beschreibt Walton als extrem sparsam („plain cheap“), selbst nachdem er der reichste Mann Amerikas geworden war. Er habe Nickels vom Boden aufgehoben, sich für fünf Dollar die Haare schneiden lassen (ohne Trinkgeld zu geben) und einen alten Pickup gefahren. Werte vs. Wirkung: Waltons ursprüngliche Werte waren „Ehrlichkeit, Nachbarschaftlichkeit, harte Arbeit und Sparsamkeit“. Doch Packer argumentiert, dass sein Geschäftsmodell der „Dauertiefpreise“ eine verheerende Wirkung auf das Land hatte. Zerstörung von Kleinstädten: Packer besch...

George Packers Togo-Erfahrung

  George Packers Zeit in Togo war prägend für seine gesamte Karriere als Journalist und Autor. Er verarbeitete diese Erfahrung in seinem ersten Buch, das heute als einer der ehrlichsten und unsentimentalsten Berichte über die Arbeit von Freiwilligen in Afrika gilt. Hier ist eine Übersicht über seine Erlebnisse und das daraus entstandene Werk: Die Erfahrung: Peace Corps in den 80ern George Packer ging 1982 als junger Idealist mit dem Peace Corps nach Togo. Er war damals Anfang 20 und voller Tatendrang, wurde jedoch schnell mit der komplizierten Realität Westafrikas konfrontiert. Ort: Er lebte und arbeitete in dem kleinen Dorf Lavié (was übersetzt ironischerweise „Warte ein wenig“ oder „Das Dorf des Wartens“ bedeutet). Tätigkeit: Er war als Englischlehrer an einer lokalen Schule eingesetzt. Kontext: Togo stand zu dieser Zeit unter der autoritären Herrschaft von Gnassingbé Eyadéma . Packer erlebte hautnah die Lähmung durch Bürokratie, Korruption und die kulturelle Kluft zwischen...

George Packer über Colin Powell

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  Packer beschreibt Powell als jemanden, der in den stabilen Strukturen der US-Armee ein Zuhause und eine Umgebung fand, in der Leistung zählte und er trotz seiner Herkunft und Hautfarbe aufsteigen konnte. Er steht für eine Ära, in der Institutionen (wie das Militär) noch als soziale Aufzugsmechanismen funktionierten. Der loyale Staatsdiener: Das Porträt betont Powells tief verwurzelte Loyalität gegenüber der Hierarchie. Packer zeigt auf, wie diese eigentlich positive Eigenschaft im politischen Washington der Bush-Ära zu einer Belastung wurde. Die Rede vor dem UN-Sicherheitsrat (2003): Ein zentraler Moment in Packers Darstellung ist Powells berühmte Rede, in der er Beweise für Massenvernichtungswaffen im Irak vorlegte. Packer beschreibt dies als einen tragischen Wendepunkt: Powell, der innerlich skeptisch war, ließ sich von seiner Loyalität gegenüber der Regierung und seinem Vertrauen in den Geheimdienstapparat dazu verleiten, Informationen zu präsentieren, die sich später als fa...