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Was ist die Aussage des Gleichnisses von Pharisäer und Zöllner und wo steht sie in der Bibel?

  Das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner ist eines der bekanntesten Gleichnisse Jesu und findet sich im Neuen Testament der Bibel im Evangelium nach Lukas (Lukas 18,9–14) . Aussage des Gleichnisses Das Gleichnis erzählt von zwei Männern, die im Tempel beten: Der Pharisäer : Steht selbstbewusst da und betet zu sich selbst (nicht zu Gott). Dankt Gott dafür, dass er nicht wie die anderen Menschen ist – besonders nicht wie der Zöllner. Rühmt sich seiner Frömmigkeit : Er fastet zweimal in der Woche und gibt den Zehnten von allem, was er besitzt. Sein Gebet ist voller Selbstgerechtigkeit und Verachtung für andere. Der Zöllner (Steuereinnehmer): Steht abseits und wagt nicht einmal, aufzublicken. Schlägt sich an die Brust und betet: “Gott, sei mir Sünder gnädig!” Sein Gebet ist voller Demut und Reue . Jesus schließt das Gleichnis mit dem folgenden Urteil ab (Lukas 18,14): „Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt nach Hause, nicht jener. Denn jeder, der sich selbst erhöht, wir...

Wie wird in der Erzählung von der Strenggläubigen und der Prostituierten gezeigt, dass die Strenggläubige eine Heuchlerin ist?

 In der bekannten islamischen/orientalischen Parabel von der strenggläubigen (bzw. abendgebetstreuen) Frau und der Prostituierten (auch oft in Sufi-Erzählungen oder Überlieferungen wie den Hadithen in ähnlicher Form thematisiert) wird die Heuchelei der strenggläubigen Frau nicht durch ein äußeres Verbrechen offenbart, sondern durch ihre innere Haltung, ihren Stolz und ihre Herablassung . Die Entlarvung ihrer Heuchelei lässt sich an folgenden Hauptpunkten festmachen: 1. Hochmut und Selbstgerechtigkeit (Spiritual Pride) Die strenggläubige Frau bemisst ihren Wert ausschließlich an der äußeren Erfüllung religiöser Pflichten (Gebete, Fasten, Reinheit). Sie betrachtet sich selbst als garantiert gerettet und heiliger als andere. Dieser spirituelle Hochmut ( Riya' * ) verkehrt die ursprüngliche Intention des Glaubens – Demut vor Gott – in das genaue Gegenteil: Selbstherrlichkeit. 2. Fehlende Barmherzigkeit und Verurteilung des Nächsten Anstatt Mitleid oder Mitgefühl für die Prostituierte...

Zum Zusammenhang der Reichspogromnacht mit der Deportation von Juden an die polnische Grenze 1938

  Der Verbleib der jüdischen Bevölkerung im Niemandsland an der deutsch-polnischen Grenze – bekannt als die „Polenaktion“ – bildete den direkten Auslöser und den Wendepunkt, der unmittelbar zur Reichspogromnacht führte. Der ursächliche Zusammenhang Die Abschiebung („Polenaktion“ vom 28./29. Oktober 1938): Um einer polnischen Gesetzesänderung zuvorzukommen, die im Ausland lebenden Polen die Staatsbürgerschaft entziehen sollte, verhaftete das NS-Regime binnen weniger Stunden etwa 17.000 in Deutschland lebende Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit. Sie wurden gewaltsam an die polnische Grenze deportiert. Katastrophe im Niemandsland (Zbąszyń): Da Polen die Eingereisten nicht aufnehmen wollte, saßen tausende Menschen tagelang im Grenzgebiet und dem Grenzort Zbąszyń (Bentschen) ohne Nahrung, Obdach oder medizinische Versorgung fest. Verzweiflungstat in Paris: Unter den Verschleppten befand sich die Familie des 17-jährigen Herschel Grynszpan, der in Paris lebte. Als er eine P...

Ihr werdet meine Zeichen sehen am Himmel wie auf Erden Bibelvers

Der Wortlaut entspricht am ehesten Apostelgeschichte 2,19 (bzw. dem alttestamentlichen Zitat aus Joel 3,3 ): Bibleserver „Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden: Blut und Feuer und Rauchdampf.“ Bibleserver (Lutherbibel 2017) Bibleserver In moderneren Übersetzungen wie der Hoffnung für alle lautet die Formulierung fast exakt wie in der Anfrage: „Am Himmel und auf der Erde werdet ihr Wunderzeichen sehen: Blut, Feuer und dichten Rauch.“ Bibleserver Verwandte Bibelstellen zu Zeichen am Himmel und auf Erden: Bibleserver Lukas 21,11 / 21,25–28: Jesus spricht über die Zeichen der Endzeit: „Schwere Erdbeben wird es geben [...] und am Himmel werden gewaltige Zeichen zu sehen sein.“ Bibel TV + 1 Matthäus 24,30: „Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel.“ Bibel TV + 1 Offenbarung 12,1: „Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet [...]“ Bibel TV + 1

Grete Paquin

  Grete Paquin (bekannt als Sekretärin des Physik-Nobelpreisträgers James Franck an der Universität Göttingen und spätere Tagebuchautorin) war während der Kriegsjahre – unter anderem 1943 – als Chorsängerin in Göttingen aktiv. Der historische Kontext: Kirchenchor St. Johannis & Ludwig Doormann : Grete Paquin sang im Chor der Göttinger St.-Johannis-Kirche. Die Leitung der Kirchenmusik und Kantorei an St. Johannis lag in jenen Jahren bei Ludwig Doormann (1901–1992), der ab 1934 Landeskirchenmusikdirektor in Göttingen war und dort das Musikleben trotz der Restriktionen des Nationalsozialismus aufrechterhielt. Das Musizieren im Jahr 1943: In ihren Tagebüchern und Aufzeichnungen schildert Paquin eindringlich, wie der Kirchengesang (etwa bei Aufführungen des Weihnachtsoratoriums ) für sie und viele Menschen einen Zufluchtsort bildete. Trotz Fliegeralarmen, Stromausfällen und der Verdunkelung setzte der Chor unter Doormanns Leitung die Proben und Aufführungen in der voll besetzt...

"Alle Menschen sind gleichberechtigt von Herkunft, Rasse, Geschlecht und Glauben" In welchen UN-Dokumenten findet sich dieser oder ein sehr ähnlicher Satz?

  Der exakte Satz „Alle Menschen sind gleichberechtigt von Herkunft, Rasse, Geschlecht und Glauben“ existiert in dieser spezifischen Formulierung nicht als wörtliches Zitat in den offiziellen deutschen Übersetzungen der UN-Dokumente. Er ist jedoch eine prägnante Zusammenfassung des zentralen Gleichheits- und Nichtdiskriminierungsgebots , das den Grundstein des internationalen Menschenrechtsschutzes der Vereinten Nationen bildet. In sehr ähnlicher Form findet sich der Gedanke in folgenden zentralen UN-Dokumenten: 1. Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR, 1948) Artikel 1: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Artikel 2 (Verbot der Diskriminierung): „ Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nati onaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstige m Stand.“ Art...