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Bei welchen Klimaentwicklungen wäre es möglich, dass bei Sturmfluten auf dem Stadtgebiet von London ein 16 m höherer Wasserstand auftreten könnte?

  Ein Anstieg des Wasserstands bei Sturmfluten auf dem Stadtgebiet von London um 16 Meter gegenüber dem historischen Niveau ist ein extrem unwahrscheinliches, aber wissenschaftlich diskutiertes Worst-Case-Szenario für die sehr langfristige Zukunft (bis zum Jahr 2300 und darüber hinaus) . Damit ein solches Szenario eintreten könnte, müssten extreme klimatische Entwicklungen und physikalische Kipppunkte im Klimasystem zusammentreffen: 1. Extreme Treibhausgas-Emissionen (Szenario SSP5-8.5) Grundlage für einen so massiven Anstieg ist ein uneingeschränktes „Weiter-so“-Szenario (oft als SSP5-8.5 bezeichnet). Das bedeutet: Weltweit werden über Jahrzehnte hinweg weiterhin massiv fossile Brennstoffe verbrannt. Die globale Durchschnittstemperatur steigt langfristig um 4°C oder mehr gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter an. 2. Vollständiger und instabiler Zusammenbruch der Eisschilde Der Haupttreiber für einen globalen Meeresspiegelanstieg in dieser Größenordnung ist das Abschmelzen...

Absiedlung

" Israelische Siedler haben im Westjordanland in der ersten Jahreshälfte 65 palästinensische Dörfer zur Absiedlung gezwungen. Dahinter steckt laut Experten eine Strategie, die von der Regierung mit Millionen finanziert wird. Die Siedler sind nervös: Sollte bei den israelischen Wahlen Ende Oktober der Block des rechtskonservativen Regierungschefs Benjamin Netanjahu abgewählt werden, drohe „eine Linksregierung an die Macht zu kommen, die die Siedlungsexpansion stoppt“. So warnten die Vorsteher von 14 israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland. Die Nervosität der rechten Siedlerlobby bekommen die Palästinenser vor Ort auf drastische Weise zu spüren. Jeden Tag greifen gewaltsame Siedlerbanden palästinensische Dörfer an. Am frühen Montagmorgen kam bei einem solchen Angriff der Zahnmedizinstudent Omar Al-Toubasi ums Leben. [...]  Es geht darum, so viel Land wie möglich unter israelische Kontrolle zu bringen, bevor Netanjahus Regierung abgelöst wird.  Allein in den ersten s...

Philipp Blom : Die Unterwerfung

  Unter dem genauen Titel „Die Unterwerfung: Anfang und Ende der menschlichen Herrschaft über die Natur“ (erschienen im September 2022 im Hanser Verlag) hat der österreichische Historiker und Philosoph Philipp Blom ein viel beachtetes Buch vorgelegt, das sich intensiv mit dem Mensch-Natur-Verhältnis, der Klimakrise und den geistesgeschichtlichen Ursprüngen unseres heutigen Umgangs mit der Umwelt auseinandersetzt. (Hinweis: Häufig wird das Buch im Zusammenhang mit Bloms früheren Arbeiten wie „Die Welt aus den Angeln“ von 2017 oder allgemeinen Diskussionen über Klimageschichte zitiert.) Hier ist eine Übersicht zu den zentralen Thesen und Inhalten dieses Werkes: 1. Die Kernthese: Das Ende der menschlichen Hybris Blom untersucht in einer breiten Universalgeschichte, warum sich die Menschheit – insbesondere der westliche Kulturkreis – über Jahrtausende hinweg dazu verschworen hat, die absolute Herrschaft über die Natur zu erringen. Der Ausgangspunkt liegt für ihn in der biblischen...

Ab wann waren in der Klimaforschung die grundlegenden Tatsachen, auf die James E. Hansen am 23.6.1988 hinwies, bekannt? mit Belegen

  Die grundlegenden Tatsachen, auf die der Klimatologe James E. Hansen in seiner historischen Anhörung vor dem US-Senat am 23. Juni 1988 hinwies, waren in der Wissenschaft keineswegs neu. Sie bauten auf einem Fundament auf, das sich über mehr als ein Jahrhundert Schritt für Schritt entwickelt hatte. Hansen betonte damals im Wesentlichen drei Punkte: Die Erde ist so warm wie nie zuvor seit Beginn verlässlicher Messungen. Diese Erwärmung lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit (99 %) auf den anthropogenen Treibhauseffekt zurückführen. Computermodelle zeigen, dass sich extreme Wetterereignisse und Hitzewellen dadurch verstärken. Wann diese einzelnen Tatsachen in der Klimaforschung bekannt wurden, lässt sich anhand historischer Meilensteine belegen: 1. Das physikalische Prinzip des Treibhauseffekts (Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts) Die Entdeckung: Dass bestimmte Gase (wie Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid) Wärme in der Atmosphäre zurückhalten, wurde bereits im 19. Jahrhundert ...

Zwischenstand nach der Landtagswahl (KI Gemini)

  Ob eine absolute Mehrheit der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt zustande kommt und ob ein AfD-Ministerpräsident gewählt werden kann, hängt von mathematischen, politischen und verfassungsrechtlichen Voraussetzungen ab. https://www.deutschlandfunk.de/ministerpraesident-schulze-cdu-raeumt-niederlage-ein-erste-ruecktrittsforderungen-100.html a) Voraussetzungen für eine AfD-Mehrheit im Landtag Um eine absolute Mehrheit der Sitze im Landtag von Sachsen-Anhalt zu erlangen, muss die AfD mehr als die Hälfte aller Mandate auf sich vereinen. Die Voraussetzungen dafür sind: Wahlergebnis (Stimmenanteil): Da im deutschen Wahlsystem (und dem Landeswahlrecht von Sachsen-Anhalt) eine Sperrklausel von 5 Prozent gilt, fliegen Parteien, die an dieser Hürde scheitern, aus dem Parlament. Je mehr Parteien an der 5-Prozent-Hürde scheitern (oder je mehr Stimmen auf nicht im Landtag vertretene Parteien entfallen), desto niedriger ist der notwendige prozentuale Stimmenanteil der AfD, um 50 Prozent + ...

Wie betreibt man sinnvoll Wildtierschutz, der gleichzeitig der heimischen Bevölkerung nützt?

 " Wildtierschutz, der gleichzeitig der heimischen Bevölkerung nützt, ist ein Ansatz, der ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte verbindet. Solche Projekte zielen darauf ab, Lebensräume zu erhalten oder wiederherzustellen, Artenvielfalt zu fördern und gleichzeitig lokale Gemeinschaften zu unterstützen – etwa durch nachhaltige Ressourcennutzung, Ökotourismus oder Bildungsangebote. Hier sind die wichtigsten Mechanismen und Beispiele, wie das funktionieren kann: 1. Schutz und Wiederherstellung von Lebensräumen Wildtiere brauchen intakte Lebensräume wie Wälder, Feuchtgebiete oder Grasländer. Projekte, die diese schützen oder renaturieren, kommen auch der Bevölkerung zugute: Wasserschutz: Feuchtgebiete filtern Wasser, schützen vor Überschwemmungen und sichern die Trinkwasserversorgung. Beispiele: Renaturierung von Flüssen (z. B. in Deutschland an der Elbe oder Donau): Schützt vor Hochwasser und schafft Erholungsräume. Wiedervernässung von Mooren (z. B. in Bayern oder Nieder...