Entwicklung der autogerechten Stadt
Der Trend zur autogerechten Stadt entwickelte sich in Europa vor allem in der Nachkriegszeit der 1950er und 1960er Jahre . Während die Konzepte theoretisch schon früher existierten, wurden sie erst durch den wirtschaftlichen Aufschwung und den Massenbesitz von Pkw in die Tat umgesetzt. Hier ist die zeitliche Einordnung der Entwicklung: 1. Die Wurzeln (1920er & 1930er Jahre) Schon vor dem Zweiten Weltkrieg gab es radikale Visionen für eine Stadtplanung, die den Verkehr priorisierte. Der einflussreichste Vordenker war der Architekt Le Corbusier . Charta von Athen (1933): In diesem Manifest forderten Stadtplaner die strikte Trennung der Funktionen (Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Verkehr). Das Ziel war es, den „Chaos“ der engen, gewachsenen mittelalterlichen Städte durch breite Schneisen und klare Strukturen zu ersetzen. 2. Der Durchbruch: Die 1950er Jahre Nach 1945 boten die Trümmerlandschaften vieler europäischer Großstädte (besonders in Deutschland) die Chance, die Stadtplanu...