Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung
Dietrich Bonhoeffers „Widerstand und Ergebung“ ist weit mehr als nur ein Buch; es ist eines der bedeutendsten theologischen und literarischen Zeugnisse des 20. Jahrhunderts. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Briefen und Aufzeichnungen, die Bonhoeffer während seiner Haftzeit im Tegeler Gefängnis (1943–1945) verfasste. Hier ist ein kompakter Überblick über die Kernaspekte dieses beeindruckenden Werks: 1. Der Kontext: Haft und Widerstand Bonhoeffer wurde am 5. April 1943 verhaftet – nicht primär wegen seines Glaubens, sondern wegen seiner aktiven Beteiligung am politischen Widerstand gegen das NS-Regime (u.a. Kontakte zum Kreisauer Kreis und Beteiligung an Umsturzplänen). Die Briefe, die er aus der Zelle schmuggelte, richten sich zumeist an seinen engen Freund Eberhard Bethge . 2. Die zentrale Spannung: Widerstand vs. Ergebung Der Titel ist Programm. Bonhoeffer ringt mit zwei Polen der menschlichen Existenz: Widerstand: Das aktive Handeln gegen das Böse, die Verantwortung...