Ab wann musste man Milliardär sein, um als Oligarch zu gelten?
Der Übergang, ab dem ein zweistelliger oder dreistelliger Millionenbetrag nicht mehr reichte, um als makroökonomischer oder politischer „Machtfaktor“ (im Sinne eines Oligarchen) wahrgenommen zu werden, lässt sich auf die späten 1990er- und frühen 2000er-Jahre datieren. Es war kein plötzlicher Stichtag, sondern das Resultat von drei parallelen Umbrüchen , die den Maßstab von Vermögen und politischem Einfluss grundlegend verschoben haben. 1. Die drei Phasen der Verschiebung [Bis 1990er] [2000 - 2010] [Seit ~2010] Multimillionäre (10-100 Mio.) Milliardäre (1-10 Mrd.) Centi-Milliardäre (100+ Mrd.) -> Lokale Macht & Lobbying -> Systemischer Einfluss -> Globale Macht (Infrastruktur) Phase 1: Die 1990er-Jahre – Die Geburtsstunde der echten Oligarchen Der postsowjetische Kontext: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion prägte sich der moderne Begriff des „Oligarchen“. Männer wie Boris Beresowski oder Roman Abramowitsch sicherten ...