Wie unterschied man in der Zeit der Teilung die Postleitzahlen von DDR und BRD?
Das Thema Postleitzahlen während der deutschen Teilung ist ein faszinierendes Stück Alltagsgeschichte. Tatsächlich hatten sowohl die BRD als auch die DDR ab den 1960er Jahren ein vierstelliges Postleitzahlensystem – allerdings völlig unabhängig voneinander. Da die DDR-Post bei ihrer Reform 1965 keine Rücksicht auf die Bundesrepublik nahm, kam es zu rund 800 Doppelungen. So hatte beispielsweise Bonn im Westen die gleiche Postleitzahl wie Weimar im Osten (5300). Auch Hannover und Magdeburg teilten sich die 3000. Damit die Post im grenzüberschreitenden Verkehr trotzdem richtig ankam, gab es klare Regeln, die sich im Laufe der Jahre veränderten. Die Kennzeichnung im innerdeutschen Postverkehr Um Briefe und Pakete korrekt zuzustellen, mussten Absender den Postleitzahlen bestimmte Länderkennzeichen voranstellen: Von West nach Ost (BRD -->DDR): Bis 1974 empfahl die Bundespost, der DDR-Postleitzahl ein „DDR-“ voranzustellen (z. B. DDR-5300 Weimar ). Ab 1976 wurde dies offiziell im ...