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Inhalt und Aussage von Jostein Gaarder: Der seltene Vogel

  „Der seltene Vogel“ (norwegisch im Original: Katalog , 1982/1986) ist der erste veröffentlichte Erzählband des bekannten norwegischen Schriftstellers Jostein Gaarder (der später vor allem durch Sofies Welt weltberühmt wurde). Das Buch enthält eine Sammlung kleiner, oft skurriler und tiefgründiger Kurzgeschichten und Parabeln. Inhalt: Worum geht es in dem Buch? Das Buch besteht aus einer Vielzahl kürzerer und oft sehr kompakter Erzählungen (manche umfassen nur wenige Seiten), die jedoch alle durch typische Gaarder-Themen miteinander verknüpft sind. Spiel mit der Realität und Fiktion: Bekannt ist unter anderem die Geschichte Theobald und Theodor , in der sich eine Romanfigur weigert, dem Diktat ihres Autors zu folgen, und auf Seite 112 beschließt, ihr eigenes Leben zu führen. Die Figuren hinterfragen oft ihre eigene Erschaffung oder ihren Platz in der Welt. Philosophische Gedankenspiele: Die Geschichten greifen naturwissenschaftliche, theologische und philosophische Fra...

Stichpunkte zu KI

Sie macht dumm. Du bekommst raschere Recherche. Sollte man sie nicht befähigen, komplexere Aufgaben zu meistern?  Es gibt open source Projekte, die Sinnvolleres leisten könnten. Qualität auch der gegenwärtigen KIs unterscheiden sich in der Qualität in Abhängig von fr Qualität der Prompts.  Freund oder Feind der KI? Feind 4 Freund 2 unentschieden 2 Unentschieden differenzieren. sehen Vor- und Nachteile 60 Wikipedianer haben diskutiert, KI hat zusammengefasst KI muss von Menschen beherrscht werden.   Wie sieht die Strategie aus, sich an Dynamik anzupassen, ohne die Dynamik des KI-Zeitalters zu ignorieren? Wikipedia ist letzte Bastion zur Sicherung des Wissens Aber die KI überholt sie aus Sicht der Bevölkerung. Wie müssen die Menschen reagieren? Schutzmechanismen entwickeln. Wer entwickelt ihn?  Kann es Wikipedia? mit Open Source? Über Supermächte? Nicht mit WP ohne Strategie KI beauftragen Texte zu überprüfen anhand von Menschenexten Menschen überprüfen die Aussagen (...

Nischengesellschaft

  Der Begriff Nischengesellschaft ist ein historisch-soziologischer Terminus, der vor allem durch den Diplomaten und Journalisten Günter Gaus im Jahr 1983 geprägt wurde. Er beschreibt treffend den gesellschaftlichen Zustand und das Alltagsleben in der DDR ab den 1970er-Jahren (unter Erich Honecker). Hier sind die wichtigsten Facetten und Merkmale der Nischengesellschaft: 1. Definition und Ursprung Geprägt von: Günter Gaus (dem ersten ständigen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in der DDR) in seinem Buch „Wo Deutschland liegt. Eine Ortsbestimmung“ (1983). Kernidee: Da die Menschen in der DDR ihre großen politischen Ideale oder den Aufbau des Kommunismus weitgehend aufgegeben hatten und der Staat totalitären Anspruch erhob, zogen sich die Bürger massiv in den privaten Raum zurück. Sie arrangierten sich im Alltag mit dem System, solange man sie in ihren kleinen, privaten Nischen in Ruhe ließ. 2. Typische Ausdrucksformen (Beispiele) Die Nischen zeigten sich in versch...

Barbara Tuchman: Die Torheit der Regierenden

  Die Redewendung “Die Torheit der Regierenden” geht auf das berühmte Buch der amerikanischen Historikerin Barbara Tuchman mit dem Originaltitel “The March of Folly” (deutsch: “Die Torheit der Regierenden” ) zurück. Tuchman untersucht darin, warum Regierungen und Herrscherinnen und Herrscher oft gegen ihre eigenen Interessen handeln – also politisch unvernünftig agieren, obwohl sie eigentlich klüger entscheiden könnten. Die Zeit +2 Ein zentrales Beispiel ist der Untergang Trojas : Die Trojaner ließen sich durch das hölzerne Pferd täuschen, obwohl sie es eigentlich hätten ablehnen müssen – ein klassischer Fall von kollektiver Selbsttäuschung und politischer Fehlentscheidung. Tuchman analysiert in ihrem Werk weitere historische Beispiele, darunter die Korruption und Amoralität der Päpste vor der Reformation sowie das Scheitern der USA im Vietnamkrieg . Wikipedia +4 Ihr Kernargument: “Politisches Handeln wider das eigene Interesse” – also Handlungen, die trotz besserer Alternativ...

Hat es ab 1990 Versuche gegeben, ähnlich wie im Lastenausgleichsgesetz 1952 geschehen, Besitzer, die in der DDR durch Vergesellschaftung enteignet wurden, zu entschädigen?

 J a, ab 1990 gab es umfangreiche gesetzliche Regelungen und Versuche, Enteignungen auf dem Gebiet der DDR (sowohl aus der SBZ-Zeit als auch aus der DDR-Zeit) aufzuarbeiten und Entschädigungen bzw. Ausgleiche zu schaffen. Diese Maßnahmen unterschieden sich jedoch in ihrer Systematik, ihrem Ziel und ihrer Finanzierung deutlich von dem historischen Lastenausgleichsgesetz von 1952 . Während das Lastenausgleichsgesetz primär die Lasten des Zweiten Weltkriegs und der Vertreibung (sowie Verluste in der SBZ/DDR) auf die westdeutsche Bevölkerung umverteilte, zielte die Gesetzgebung ab 1990 auf die Eigentumsordnung im Zuge der deutschen Wiedervereinigung ab. Die wichtigsten Instrumente ab 1990 zur Entschädigung von Enteignungen in der DDR waren: 1. Das Vermögensgesetz (VermG) von 1990 („Rückgabe vor Entschädigung“) Im Gegensatz zum Lastenausgleich von 1952, der fast ausschließlich Geld- oder Sachleistungen (Ausgleichsfonds) vorsah, vereinbarten die Bundesrepublik und die DDR im Ei...

Ursula Burkowski

  Ursula Burkowski (1951–2019) war eine deutsche Autorin und Aktivistin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre autobiografischen Berichte über ihre Kindheit und Jugend als Heimkind in der DDR. Wichtige Stationen und Werke: Biografie: Sie wuchs nach der Flucht bzw. dem Verlassen durch ihre Mutter in Ost-Berlin und verschiedenen Kinderheimen (unter anderem im bekannten Heim „Königsheide“) auf. Ihre dortigen Erlebnisse prägten ihr Leben und ihr späteres Schaffen nachhaltig. Bestseller „Weinen in der Dunkelheit“: Ihr 1992 veröffentlichter Debütroman wurde ein großer Erfolg und schildert eindringlich das oft grausame System und die Härten der Heimerziehung in der DDR. Das Buch ist gleichzeitig der Auftakt zu einer Trilogie (gefolgt u. a. von Es gibt kein Zurück ). Engagement: Sie setzte sich unermüdlich für die Rechte von Heimkindern sowie für die politische und gesellschaftliche Aufarbeitung von Unrecht in DDR-Kinderheimen ein. Ab 2016 war sie Mitglied des Lenkungsaussch...

Canetti: Die gerettete Zunge

  Canetti: Die gerettete Zunge ist der erste Band der Autobiografie des Nobelpreisträgers Elias Canetti. Er schildert sein Leben von den frühesten Kindheitserinnerungen im Jahr 1905 bis zum Jahr 1921.   Canetti wurde in Rustschuk (Russe), Bulgarien, in eine sephardisch-jüdische Großfamilie hineingeboren. Seine frühe Kindheit war geprägt von einem vielfältigen Mosaik aus Sprachen, Kulturen und Traditionen (darunter Ladino, Bulgarisch und Deutsch); dies beeinflusste maßgeblich seine lebenslange Faszination für Menschenmassen, Machtdynamiken und Kommunikation. Der Titel und die Symbolik der Sprache: Die Metapher der „geretteten Zunge“ verweist sowohl auf den eigentlichen Erwerb der deutschen Sprache – den ihm seine Mutter im Vorfeld des Umzugs nach Wien in einer intensiven, unter enormem Druck stehenden „Terror-Unterrichtsstunde“ aufzwang – als auch auf die Befreiung seiner Stimme und seines literarischen Ausdrucks durch das Schreiben. Sprache dient dabei sowohl als Überlebe...