Auswirkung des „Robosigning“-Skandal von 2010
Der „Robosigning“-Skandal von 2010 – bei dem Bankmitarbeiter tausende von Zwangsvollstreckungsunterlagen unterzeichneten, ohne die Inhalte jemals geprüft zu haben – markiert einen Wendepunkt in der US-Immobilien- und Rechtsgeschichte. Hier ist eine Analyse, wie dieser Skandal die Rechtsprechung nachhaltig geprägt hat und wie solche Fehler heute technisch aufgespürt werden. 1. Nachhaltige Veränderungen in der US-Rechtsprechung Der Skandal führte weg von einer „Blindes Vertrauen“-Kultur hin zu einer strengen prozessualen Kontrolle. Verschärfte Anforderungen an die „Standing“ (Klagebefugnis): Gerichte verlangen heute eine lückenlose Dokumentation der „Chain of Title“. Banken müssen zweifelsfrei beweisen, dass sie im Besitz der Original-Urkunde ( Note ) sind. Früher reichten oft einfache Kopien; heute führen Lücken in der Transferkette häufig zur Abweisung von Klagen. Affidavits of Merit: In vielen Bundesstaaten wurden Gesetze eingeführt, die Anwälte und Bankvertreter verpflichten...