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Wurden in der NS-Zeit SS-Leute dazu ermuntert, "dem Führer Kinder zu schenken", indem sie - auch außerehelich - möglichst viele Kinder zeugten und dienten Lebensbornheime dazu, Schwangerschaftsabbrüche zu verhindern?

 In der Geschichtswissenschaft ist gut dokumentiert, dass genau diese Motive hinter der Bevölkerungspolitik der SS standen – auch wenn sich um die Heime hartnäckige Mythen ranken. Die historische Realität lässt sich in zwei Kernpunkte aufteilen: 1. Das Ideal der "Kinderzeugung" und außereheliche Geburten Die SS unter Heinrich Himmler forderte von ihren Mitgliedern explizit eine extrem hohe Kinderzahl. 1939 erließ Himmler den sogenannten „Zeugungsbefehl“ (auch bekannt als SS-Befehl für die gesamte SS und Polizei ). Der Kern: Jenseits von bürgerlichen Moralvorstellungen und Eheschließungen wurde es als „höchste Pflicht“ der SS-Männer erklärt, „arischen“ Nachwuchs zu zeugen. Das Ziel: Himmler wollte die enormen personellen Verluste des gerade begonnenen Zweiten Weltkriegs biologisch ausgleichen. Junge Frauen wurden ideologisch dazu gedrängt, „dem Führer ein Kind zu schenken“ – explizit auch ohne Trauschein. Unehelichkeit wurde von der SS gezielt vom gesellschaftlichen Stigma ...