Wann kam es weltweit erstmals zum Übergang von Märkten zu festen Verkaufsstellen?
Der Übergang von wandernden Händlern und temporären Märkten hin zu festen Verkaufsstellen war ein schleichender Prozess, der eng mit der Entstehung der ersten Hochkulturen und der Urbanisierung verknüpft ist. Die ersten "Läden" entwickelten sich dort, wo Menschen dauerhaft auf engem Raum zusammenlebten. Hier sind die wichtigsten Stationen dieser Entwicklung: 1. Mesopotamien und Ägypten (ca. 3000 – 2000 v. Chr.) In den frühen Städten wie Ur oder Uruk (im heutigen Irak) entstanden die ersten dauerhaften Strukturen für den Handel. Tempel- und Palastwirtschaft: Ursprünglich wurden Waren in zentralen Speichern gelagert und verteilt. Handelsstraßen: Mit der Zeit siedelten sich Handwerker (Töpfer, Weber) dauerhaft an bestimmten Straßen an. Sie produzierten in ihren Werkstätten und verkauften die Waren direkt durch eine Öffnung zur Straße hin – die Geburtsstunde des stationären Einzelhandels. 2. Die griechische Antike: Von der Agora zur Stoa In Griechenland war die Agora zwar ...