Gemeinschaftsanschluss für Telefon in BRD und DDR
Ein Gemeinschaftsanschluss (oft auch „Zweieranschluss“ genannt) war eine technische Lösung, bei der sich mehrere Teilnehmer eine einzige Telefonleitung zur Vermittlungsstelle teilten. Da Kupferleitungen früher knapp und teuer waren, war dies ein gängiges Mittel, um mehr Menschen ans Netz zu bringen – auch wenn man nicht gleichzeitig telefonieren konnte und oft das Gespräch des Nachbarn unfreiwillig mitbekam. Hier ist die zeitliche Einordnung für die Bundesrepublik Deutschland und die DDR: In der Bundesrepublik Deutschland (BRD) In Westdeutschland wurden Gemeinschaftsanschlüsse vor allem in den 1950er- bis 1970er-Jahren massiv genutzt, um dem rasant steigenden Bedarf an Telefonanschlüssen während des Wirtschaftswunders gerecht zu werden. Höhepunkt: In den 1960er-Jahren war der „Zweieranschluss“ Standard, wenn kein Einzelanschluss verfügbar war. Rückzug: Mit dem Ausbau der digitalen Vermittlungstechnik und dem Verlegen von mehr Erdkabeln in den 1980er-Jahren sank der Bedarf. Off...