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Mit welchen Argumenten wurden oder werden die die Weltkriege von 1914-1919 und von 1939-1945 als ein zusammenhängender Krieg aufgefasst?

  Die Auffassung, dass die beiden Weltkriege (1914–1918 und 1939–1945) sowie die Zwischenkriegszeit einen zusammenhängenden Gesamtkonflikt bildeten, wird in der Geschichtswissenschaft und Politologie oft als die These vom „Zweiten Dreißigjährigen Krieg“ (oder als Teil des „Europäischen Bürgerkriegs“) bezeichnet. Einflussreiche Zeitgenossen wie Winston Churchill und Charles de Gaulle griffen diese Idee früh auf. Historiker (wie Eric Hobsbawm oder Fritz Fischer) stützen diese These mit folgenden Kernargumenten: 1. Ungelöste Struktur- und Machtkonflikte Ungleichgewicht in Europa: Der Erste Weltkrieg beendete die Verteilungskämpfe zwischen den europäischen Großmächten nicht nachhaltig. Das grundlegende Dilemma – ein mächtiges, zentralistisches Deutsches Reich im Zentrum Europas, das nach Hegemonie strebte – blieb ungelöst. Kümmerlicher Frieden von 1919: Der Versailler Vertrag schuf nach Ansicht vieler Historiker keinen stabilen Frieden, sondern lediglich einen „20-jährigen Wa...