Wie konnte Israel die Handys der Hisbollah zum Explodieren bringen?

Im Fall der historischen Geheimdienstoperation im September 2024 handelte es sich streng genommen nicht um gewöhnliche Handys (Smartphones), sondern um Pager (Funkempfänger) und später auch Walkie-Talkies der Hisbollah. Die Miliz hatte bewusst auf diese älteren Geräte gewechselt, weil sie Smartphones wegen der einfacheren Ortbarkeit durch Israel mied.

Nach übereinstimmenden Medienberichten und Einschätzungen von Geheimdienst- und Sicherheitsexperten lief die Operation wie folgt ab:

1. Infiltration der Lieferkette (Sabotage vor Ort)

Der israelische Geheimdienst (mutmaßlich der Mossad) schaltete sich verdeckt in die Lieferkette der Kommunikationsgeräte ein. Es wird davon ausgegangen, dass eine Scheinfirma oder ein Netzwerk aus Zwischenhändlern eingerichtet wurde, über das die Hisbollah diese Geräte (wie das Modell AR-924 des taiwanesischen Herstellers Gold Apollo, die in Lizenz oder durch Partner produziert wurden) bezog.

2. Präparation mit Sprengstoff

Bereits während der Produktion oder auf dem Transportweg wurden die Geräte physisch manipuliert:

  • In jedes Gerät wurde eine kleine Menge hochintensiver Sprengstoff (berichten zufolge einige Gramm des Militärsprengstoffs PETN) platziert.

  • Zusätzlich wurde ein winziger, ferngesteuerter Zündmechanismus eingebaut, der direkt mit der Elektronik und dem Akku des Geräts verbunden war.

  • Die Modifikation war so präzise vorgenommen worden, dass sie bei normalen Qualitätskontrollen oder von den Nutzern der Hisbollah nicht entdeckt werden konnte.

3. Die Fernzündung

Die Explosionen wurden nicht durch bloße Überhitzung der Akkus ausgelöst (obwohl ein digitaler Impuls genutzt wurde, um die Geräte zu manipulieren). Die gängigste Theorie ist:

  • Es wurde eine spezielle, verschlüsselte Nachricht an die Pager gesendet.

  • Diese Nachricht brachte den integrierten Mikrocontroller im Gerät dazu, einen elektrischen Impuls an den dort platzierten Sprengsatz zu senden, was die koordinierten Explosionen auslöste.

Warum normale Handys so nicht manipuliert werden können

Handys (Smartphones) werden über hochkomplexe, globale Lieferketten von etablierten Weltkonzernen (wie Apple, Samsung etc.) produziert, bei denen ein unbemerkter Einbau von Sprengstoff durch Geheimdienste im Nachhinein nahezu ausgeschlossen ist. Zudem sind moderne Smartphones zu groß und transparent in ihrer Struktur, als dass solche Modifikationen unentdeckt blieben. Bei den von der Hisbollah genutzten Nischengeräten für den militärischen/versteckten Bedarf war die Lieferkette hingegen angreifbar.


Eine andere KI antwortete auf die Frage: Wann lief der Angriff Israels über die Handys der Hibollah?, dass es keinen solchen Angriff gab. Da es um Pager und nicht um Handys ging, ist die Aussage korrekt. Aber - wie die Aussage von Gemini zeigt - unvollständig.

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