Inhalt von Steinbeck "Jenseits von Eden" Kapitel 14 auf Deutsch
In John Steinbecks monumentalem Roman Jenseits von Eden (East of Eden) bricht Kapitel 14 (das sich im zweiten Teil des Buches befindet) vorübergehend mit der Haupthandlung um die Familien Trask und Hamilton.
Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte und Aspekte dieses Kapitels:
1. Olives Leben als Lehrerin
Die Rolle der Landschule: Das Kapitel beginnt mit einer Schilderung der damaligen Zeit, in der Landschulen das Zentrum des sozialen Lebens in den Städten und Dörfern bildeten.
Die Lehrerin galt damals als „heiß begehrte“ Persönlichkeit. Olives Arbeit:
Olive Hamilton arbeitete einige Jahre als Lehrerin in einer solchen Landschule. Das war ein extrem harter Job, bei dem sie Kinder aller Altersstufen gleichzeitig unterrichten und den Schulbetrieb komplett allein schmeißen musste. Weil sie gebildet, charismatisch und attraktiv war, erhielt sie ständig Heiratsanträge (unter anderem von ihren eigenen Schülern). Der Umzug in die Stadt:
Da sie sich jedoch nach einem städtischen Leben sehnte, verließ sie das Unterrichten schließlich und heiratete Ernest Steinbeck, einen Geschäftsmann aus King City.
2. Olives Persönlichkeit und Weltbild
Umgang mit Geld und Schulden:
Olive verabscheute Schulden über alles. Diese Eigenschaft gab sie auch an ihre Kinder weiter. Dies führte oft dazu, dass die Familie bei Haushaltsgeräten oder modernen Annehmlichkeiten im Vergleich zu den Nachbarn zurückblieb. Pragmatischer Glaube:
Ihr religiöses Weltbild war pragmatisch und breit gefächert. Sie lehnte es ab, an Dinge zu glauben, die unlösbar oder frustrierend waren. Wenn es brenzlig wurde, ging sie auf Nummer sicher: Als der Erzähler (John Steinbeck) als Jugendlicher schwer an Lungenentzündung erkrankte, ließ sie ihn vorsorglich von gleich mehreren Konfessionen (Episkopalen, Katholiken, Christian Science) gleichzeitig bebeten, um alle Optionen abzudecken.
3. Die Anekdote mit dem Flugzeug (Mut und Missverständnis)
Das Kapitel enthält eine berühmte, humorvolle Episode, die Olives stoische Entschlossenheit zeigt:
Der Flug:
Als Olive (später im Leben) durch den Verkauf von Kriegsanleihen einen Rundflug in einem offenen Militär-/Kampfflugzeug gewinnt, hat sie panische Angst vor dem Fliegen und rechnet fest mit dem Absturz. Da sie aber stolz ist und ihre Familie (bzw. die Menschen) nicht enttäuschen will, zieht sie es durch. Das Missverständnis:
In der Luft übertönt der Motorenlärm die Worte des Piloten. Als dieser sie fragt, ob ihr der Flug gefällt bzw. ob er einige Kunststücke („stunts“) machen soll, versteht Olive fälschlicherweise das Wort „stuck“ (etwa: „stecken wir fest?“ / „ist etwas blockiert?“). Haltung bewahren:
Da sie glaubt, sie seien in Lebensgefahr, will sie tapfer bleiben. Sie lächelt tapfer, nickt und gibt ständig den Daumen nach oben („Thumbs-up“), um dem Piloten Mut zu machen. Daraufhin dreht der Pilot völlig auf und fliegt waghalsige Loopings und Sturzflüge. Das Ende:
Nach der Landung schüttelt der Pilot anerkennend den Kopf über ihre eiserne Nervenstärke. Olive hingegen ist völlig erschöpft, steif vor Schreck und muss sich erst einmal für zwei Tage ins Bett legen.
Bedeutung für den Roman
Obwohl Kapitel 14 auf den ersten Blick wie eine erzählerische Nebenlinie wirkt, vertieft es die Familiengeschichte im Hintergrund des Romans.
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