Grete Paquin

 Grete Paquin (bekannt als Sekretärin des Physik-Nobelpreisträgers James Franck an der Universität Göttingen und spätere Tagebuchautorin) war während der Kriegsjahre – unter anderem 1943 – als Chorsängerin in Göttingen aktiv.

Der historische Kontext:

  • Kirchenchor St. Johannis & Ludwig Doormann: Grete Paquin sang im Chor der Göttinger St.-Johannis-Kirche. Die Leitung der Kirchenmusik und Kantorei an St. Johannis lag in jenen Jahren bei Ludwig Doormann (1901–1992), der ab 1934 Landeskirchenmusikdirektor in Göttingen war und dort das Musikleben trotz der Restriktionen des Nationalsozialismus aufrechterhielt.

  • Das Musizieren im Jahr 1943: In ihren Tagebüchern und Aufzeichnungen schildert Paquin eindringlich, wie der Kirchengesang (etwa bei Aufführungen des Weihnachtsoratoriums) für sie und viele Menschen einen Zufluchtsort bildete. Trotz Fliegeralarmen, Stromausfällen und der Verdunkelung setzte der Chor unter Doormanns Leitung die Proben und Aufführungen in der voll besetzten Johanniskirche fort.

  • Alltag und Nachbarschaft: Neben der Musik verband Paquin in Göttingen auch ein enges nachbarschaftliches Verhältnis zu Mitbürgern im Stadtteil Geismar/Weende. Während der Luftangriffe auf die Region (wie die Bombardierung Kassels 1943) fand sie Zuflucht im Austausch mit Nachbarn.

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