Samuel P. Huntington Sicht auf die Davos-Men und die neue Rechte
Die KI Gemini schreibt dazu:
"Der Begriff „Davos Man“ wurde 2004 von dem US-amerikanischen Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington (bekannt durch sein Werk „Kampf der Kulturen“) geprägt.
In den Diskursen der Neuen Rechten hat sich dieser Begriff von einer soziologischen Kritik an der Globalisierung zu einem zentralen Feindbild entwickelt.
1. Huntingtons ursprüngliches Konzept des „Davos Man“
Huntington verstand unter dem „Davos Man“ Akteure, die:
Globalistisch agieren: Sie identifizieren sich primär mit globalen Märkten und Netzwerken statt mit Nationalstaaten oder lokalen Kulturen.
Kulturell entfremdet sind: Ihre Werte (Technokratie, Neoliberalismus, Pluralismus) stehen oft im Gegensatz zu den Bedürfnissen und Identitäten breiterer nationaler Bevölkerungs- und Arbeiterschichten.
Macht bündeln: Sie nutzen grenzüberschreitende Institutionen, um politischen Einfluss außerhalb klassischer demokratischer Kontrollmechanismen auszuüben.
2. Die Aneignung durch die Neue Rechte
Die Neue Rechte – von europäischen Parteien (wie Teilen der AfD oder dem Rassemblement National) über Bewegungen wie den Identitären bis hin zur US-amerikanischen Alt-Right / MAGA-Bewegung – greift Huntingtons Konzept auf und formt es ideologisch um:
Nationalstaat vs. Globalismus: Der „Davos Man“ dient der Neuen Rechten als Personifikation des „globalistischen Feindes“, der nationale Souveränität, Grenzen und kulturelle Eigenheiten zugunsten einer vereinheitlichten Weltwirtschaft und supranationaler Organisationen (z. B. EU, WHO, WEF) auflösen wolle.
Elitenkritik und Populismus: Neurechte Akteure inszenieren sich als Verteidiger der „normalen Bürger“ oder des „Volkes“ gegen eine losgelöste, egoistische Oberschicht. Der Begriff veranschaulicht für sie die Kluft zwischen lokaler Identität (Somewheres) und ortsungebundener Machtelite (Anywheres)."
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