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„Herr, lass uns stark sein im Streiten, ..."

 Das ist ein bewegender und kraftvoller Vers aus einem bekannten geistlichen Lied: „Herr, gib uns Mut zum Hören“ (auch bekannt als „Mut zum Lieben, Mut zum Handeln“ ). Der vollständige Text der Strophe lautet meist: „Herr, lass uns stark sein im Streiten, wenn Wahrheit und Recht uns gebiet’n. Lass uns durch Dunkelheit schreiten, dann sei unser Leben vollbracht.“ Hintergrund & Bedeutung Kontext: Der Text stammt von Kurt Rommel (Melodie oft von Peter Janssens oder aus dem Ev. Gesangbuch/Gotteslob). Thematik: Das Lied fordert dazu auf, nicht wegzusehen, sondern Zivilcourage zu zeigen – also für Gerechtigkeit, Wahrheit und Nächstenliebe einzustehen, selbst wenn es anstrengend ist oder zu Konflikten („Streiten“) führt. Das „Streiten“: Es geht hierbei nicht um aggressiven Streit um des Rechtbabens willen, sondern um den mutigen Einsatz für das Gute und den Frieden gegen Ungerechtigkeit.

Was ist der Unterschied zwischen "nicht genehmigt" und "verboten"?

  Der Unterschied lässt sich am einfachsten mit einer Ampel vergleichen: "Nicht genehmigt" ist wie eine gelbe oder schwarze Ampel (es fehlt das grüne Licht), während "Verboten" eine rote Ampel ist. Obwohl beide Begriffe im Alltag oft ähnlich klingen – weil beides dazu führt, dass man etwas aktuell nicht tun darf – unterscheiden sie sich rechtlich und organisatorisch grundlegend in ihren Voraussetzungen und Konsequenzen. Die Unterschiede im Direktvergleich Merkmal Nicht genehmigt Verboten Bedeutung Es fehlt (noch) eine erforderliche Erlaubnis. Die Handlung ist explizit untersagt. Grundhaltung Grundsätzlich möglich, wenn Voraussetzungen erfüllt sind. Grundsätzlich nicht erwünscht oder zulässig. Status Neutral/Schwebend (Prüfung steht aus oder schlug fehl). Endgültig / Definitiv. Ausnahmen Werden durch Erteilung einer Genehmigung gemacht. Sehr selten, nur durch ausdrückliche Ausnahmegenehmigung. Folge bei Verstoß Formeller Verstoß (z. B. "Schwarzbau" – kan...

Mfetom

Mfetom (auch Fetom oder Foeutom geschrieben) ist ein historisch und kulturell bedeutendes Dorf in der Gemeinde Bangangté im Departement Ndé (Region West-Kamerun).  Hier sind die wichtigsten Aspekte, für die Mfetom bekannt ist:  Die protestantische Missionsstation: Mfetom nimmt einen herausragenden Platz in der Religions- und Bildungsgeschichte der Region ein. Sie wurde als bedeutende protestantische Missionsstation gegründet (ursprünglich von europäischen Missionaren, später verwaltet von der *Église Évangélique du Cameroun* / EEC) und diente als Zentrum für regionale Synoden, Ausbildung und Gemeindeentwicklung.  Die Missionsschule: Mitte des 20. Jahrhunderts wurde hier ein bekanntes Mädcheninternat gegründet. Diese Schule spielte eine wichtige Rolle dabei, jungen Mädchen in der Bamiléké-Region den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.  Verbindung zu Claude Njiké-Bergeret: Der Ort ist eng mit Claude Njiké-Bergeret (bisweilen „La Reine Blanche“ oder „die weiße Königin“ ...

Jason Stanley: „Wie Faschismus funktioniert“

  In seinem Buch „Wie Faschismus funktioniert“ (Original: How Fascism Works: The Politics of Us and Them , 2018) analysiert der US-amerikanische Philosoph Jason Stanley, wie rechtspopulistische und autoritäre Bewegungen demokratische Strukturen untergraben. Sein zentrales Argument ist, dass ein Land kein vollendeter faschistischer Staat sein muss, um unter faschistischer Politik zu leiden. Stanley geht es nicht um historische Detailstudien zu Hitler oder Mussolini, sondern um eine Früherkennung von Taktiken , die das Denken einer Gesellschaft schleichend verändern und normalisieren. Das Fundament dieser Politik ist immer die strikte Aufteilung der Gesellschaft in ein „Wir“ gegen „Die“ . Das Buch ist entlang von zehn Säulen (Taktiken) strukturiert, die faschistische Bewegungen nutzen, um an die Macht zu gelangen und diese zu sichern: Die 10 Säulen der faschistischen Politik Die mythische Vergangenheit (The Mythic Past) Faschistische Bewegungen glorifizieren eine rein erfun...

Was bedeutet das Wort Cadi bei den Bamiléké ?

 Bei den Bamiléké (einem Volk im Grasland des westlichen Kamerun) bezieht sich das Wort „Cadi“ (manchmal auch Kadi geschrieben) auf ein traditionelles Gerichtsverfahren oder ein Gottesurteil (Ordal) . Es handelt sich dabei um ein tief in der Kultur und dem Ahnenkult verankertes Ritual, das zur Konfliktlösung und Wahrheitsfindung eingesetzt wird. Hier sind die wichtigsten Punkte dazu: Funktion als Lügendetektor: Wenn in einer Gemeinschaft ein schwerer Streit ausbricht – zum Beispiel bei Anschuldigungen wegen Diebstahls, Verrats oder Hexerei – und es keine eindeutigen Beweise gibt, wird das Cadi-Ritual vom Dorfchef (Fon) oder geheimen Gesellschaften einberufen. Der Ablauf: Die beschuldigten Parteien müssen sich einem rituellen Test unterziehen. Ein bekanntes historisches und kulturelles Beispiel ist das „Cadi chien noir“ (Cadi des schwarzen Hundes), bei dem ein rituelles Opfer oder das Trinken einer bestimmten Trankmischung genutzt wurde. Die spirituelle Bedeutung: Die Bamilék...

Karl Valentin: “Die alten Rittersleut”

    Karl Valentins Lied “Die alten Rittersleut” ist ein bekannter Gassenhauer aus den Jahren 1939/40. Es entstand als Beitrag für sein letztes Theaterprojekt und gilt heute als Klassiker der deutschen Liedkunst de.wikipedia.org www.muenchen.de . Aktuell gibt es in Grünwald eine Ausstellung mit dem Titel “Karl Valentin und die alten Rittersleut” , die sich mit Valentins Faszination für das Mittelalter und Rittertum beschäftigt. Die Ausstellung läuft seit dem 10. Juli 2026 auf der Burg Grünwald und ist noch bis November 2026 zu sehen www.sueddeutsche.de www.ardmediathek.de www.in-muenchen.de www.merkur.de mittelalter.digital .

Philippe Sands: „Die Verschwundenen von Londres 38“

  Philippe Sands’ Buch „Die Verschwundenen von Londres 38“ beschäftigt sich mit der Geschichte des SS-Offiziers Walther Rauff , der nach dem Zweiten Weltkrieg nach Chile floh und später für den Geheimdienst des Pinochet-Regimes arbeitete. Das Buch verbindet diese Recherche mit dem Justizdrama um die Verhaftung Augusto Pinochet s in London 1998 und den damit verbundenen Fragen nach Immunität und politischer Verantwortung www.swr.de www.lto.de www.fischerverlage.de www.amazon.de . Der Autor, Philippe Sands, ist ein britischer Menschenrechtsanwalt und Professor für Internationales Recht. Das Buch erschien im Verlag S. Fischer und umfasst 624 Seiten www.swr.de .