Hans Baumann: Wollt im Winter ... mehrere Fassungen
Hier ist der vollständige Text des Gedichts (beziehungsweise Liedes) „Wollt im Winter ein Baumwipfel“ von Hans Baumann in seiner klassischen Fassung mit vier Strophen.
Dieses Stück zeichnet sich durch seine schlichte, fast märchenhafte Zählstruktur aus, die den Einzug des Winters beschreibt.
Wollt im Winter ein Baumwipfel
von Hans Baumann
1. Strophe Wollt im Winter ein Baumwipfel glänzen wie der Mai, da kam eine Flocke, da kamen ihrer zwei. Sie setzten sich auf seine Spitzen und wollten dort beim Winde sitzen.
2. Strophe Wollt im Winter ein Baumwipfel glänzen wie der Mai, da kam eine Flocke, da kamen ihrer drei. Sie deckten ihm die Augen zu, da ging der Baum in seine Ruh.
3. Strophe Wollt im Winter ein Baumwipfel glänzen wie der Mai, da kam eine Flocke, da kamen ihrer vier. Die machten ihn so weiß und schwer, als ob er ganz aus Silber wär.
4. Strophe Wollt im Winter ein Baumwipfel glänzen wie der Mai, da kam eine Flocke, da kamen ihrer viel. Sie machten ihn so weiß und licht, dass er vom Frühling leise spricht.
Ein kleiner Hintergrund
Hans Baumann (1914–1988) schrieb dieses Lied ursprünglich im Rahmen seiner Arbeit für die Jugendbewegung. Es wurde später zu einem sehr beliebten Kinder- und Winterlied, da die Struktur mit den steigenden Zahlen (zwei, drei, vier, viel) besonders eingängig ist.
Möchtest du, dass ich dir auch die Notenwerte beschreibe oder suchst du nach weiteren Wintergedichten aus dieser Epoche?
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