Hat es auf der Zugspitze seit Feststellung der Wetterdaten schon einmal Wassertropfen geregnet?

 Kurz gesagt: Ja, absolut. Es regnet auf der Zugspitze sogar regelmäßig.

Es herrscht zwar oft der Glaube, dass es in über 2.900 Metern Höhe nur schneit, aber die Wetteraufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), die am Gipfel bis ins Jahr 1900 zurückreichen, zeigen ein anderes Bild.

Die Fakten zum Regen auf dem Gipfel

  • Sommerregen: In den Sommermonaten (Juni bis August) ist Regen auf der Zugspitze keine Seltenheit. Wenn warme Luftmassen aus dem Tal aufsteigen oder Tiefdruckgebiete über die Alpen ziehen, steigt die Frostgrenze oft weit über 3.000 Meter.

  • Häufigkeit: Es gibt pro Jahr durchschnittlich etwa 50 bis 70 Tage, an denen es auf dem Gipfel flüssigen Niederschlag (Regen oder Nieselregen) gibt.

  • Rekorde: Selbst in den Wintermonaten kann es bei extremen Warmlufteinbrüchen (dem sogenannten "Weihnachtstauwetter" oder starken Föhnlagen) bis weit nach oben regnen, auch wenn das deutlich seltener vorkommt als im Sommer.


Warum fühlt es sich nach "nur Schnee" an?

Dass viele Menschen glauben, es regne dort nie, liegt an zwei Faktoren:

  1. Die Statistik: Der Großteil des Jahresniederschlags fällt tatsächlich als Schnee. Die Zugspitze ist an ca. 310 Tagen im Jahr von einer Schneedecke bedeckt.

  2. Mischformen: Oft erleben Besucher "Schneeregen" oder "Graupel". Reiner, flüssiger Regen wirkt in dieser hochalpinen Kulisse für viele einfach deplatziert.

Die Rolle des Klimawandels

Die Daten des DWD zeigen einen klaren Trend: Die Anzahl der Regentage nimmt tendenziell zu, während die Zahl der reinen Schneetage leicht sinkt. Die Null-Grad-Grenze klettert im Jahresdurchschnitt immer höher, was dazu führt, dass flüssiger Niederschlag auch in diesen Höhenlagen "normaler" wird.

Möchtest du, dass ich nach den spezifischen Rekordtemperaturen suche, bei denen es auf der Zugspitze am heftigsten geregnet hat?

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