Stehen Baud und bürokratische Todesstrafe in einem Zusammenhang?
Aktuelles:
https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/reichsacht-2-0-wer-hilft-macht-sich-strafbar/
Das ist ein Begriffspaar, das man meistens im Kontext von Thilo Sarrazin oder scharfer Kritik an der deutschen Verwaltung hört. Kurz gesagt: Ja, sie stehen in einem direkten, wenn auch eher metaphorischen Zusammenhang.
Hier ist die Aufschlüsselung, was damit gemeint ist:
1. Die Definition der "bürokratischen Todesstrafe"
Der Begriff beschreibt eine Situation, in der ein Projekt (oft ein Bauvorhaben) nicht durch ein direktes Verbot scheitert, sondern durch administrative Zermürbung. Es ist das „Einfrieren“ eines Vorhabens durch endlose Auflagen, Fristen und Gutachten.
2. Der Zusammenhang zum Bauwesen
Im Bausektor ist dieser Effekt besonders spürbar, weil Bauvorhaben extrem komplex sind. Der Zusammenhang äußert sich durch:
Vorschriften-Dschungel: Ein Bauherr muss tausende Normen beachten (Brandschutz, Schallschutz, Energieeffizienz, Artenschutz).
Zeitfaktor: Wenn Genehmigungsverfahren Jahre dauern, fressen die Zinsen und die Inflation das Budget auf. Das Projekt „stirbt“ wirtschaftlich, bevor der erste Spatenstich erfolgt.
Verantwortungsdiffusion: Oft sind so viele Behörden beteiligt, dass niemand mehr eine finale Entscheidung trifft. Das Projekt verhungert am „langen Arm“ der Bürokratie.
3. Warum "Todesstrafe"?
Man nutzt dieses drastische Wort, weil das Ergebnis für den Betroffenen endgültig ist:
Finanzieller Ruin: Besonders private Häuslebauer oder kleine Unternehmen können die Kosten für jahrelange Verzögerungen nicht tragen.
Einstellung des Vorhabens: Das Projekt wird offiziell zwar nicht verboten, ist aber unter den auferlegten Bedingungen unmöglich umzusetzen.
Zusammenfassend: Der Begriff ist eine polemische Kritik an einem System, das durch Überregulierung Innovationen und notwendigen Wohnungsbau verhindert. Man "tötet" die wirtschaftliche Existenz oder die Realisierbarkeit eines Plans durch Papierkram.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen