Proteste gegen Trumps ICE-Politik
In den USA herrscht aktuell (Januar 2026) eine Phase intensiver gesellschaftlicher Spannungen und Massenproteste, die sich gegen die Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) und die Abschiebepolitik von Präsident Donald Trump richten.
Hier ist ein Überblick über die jüngsten Entwicklungen und die Brennpunkte des Widerstands:
Der Auslöser: Tödliche Schüsse in Minneapolis
Die Protestwelle erreichte Anfang Januar 2026 eine neue Dimension, nachdem ein ICE-Beamter in Minneapolis die 37-jährige US-Bürgerin Renee Nicole Good erschossen hatte.
Der Vorfall: ICE-Agenten führten eine Operation durch, bei der sie das Feuer auf Goods Fahrzeug eröffneten. Während die Regierung behauptet, sie habe versucht, Beamte zu überfahren, widersprechen Videoaufnahmen dieser Darstellung.
Die Eskalation: Nur wenige Wochen später kam es zu einem weiteren tödlichen Zwischenfall durch Bundesbeamte in derselben Stadt, was die Wut der Bevölkerung weiter anheizte.
Reaktionen: In Minneapolis demonstrierten Zehntausende. Geistliche, NGOs und Gewerkschaften riefen zu Streiks und Blockaden auf. Am Flughafen von Minneapolis wurden rund 100 Geistliche festgenommen, die gegen die Nutzung des Flughafens für Abschiebeflüge protestierten.
"No Kings"-Bewegung und landesweiter Widerstand
Bereits im Jahr 2025 formierte sich die "No Kings"-Bewegung, die sich gegen Trumps autoritären Führungsstil und den Einsatz des Militärs im Inland richtet.
Großdemonstrationen: Millionen Menschen gingen in Städten wie Los Angeles, New York und Chicago auf die Straße.
Militäreinsatz: Trump reagierte auf Proteste in Los Angeles im Juni 2025 mit der Entsendung von Nationalgardisten und Marines, was als "Test der Belastbarkeit der Demokratie" gewertet wurde.
Festnahme von Minderjährigen: Berichte über die Inhaftierung von Kindern – wie der Fall des fünfjährigen Liam in Minneapolis im Januar 2026 – haben landesweite Empörung ausgelöst und das Motto "ICE out of Minnesota" geprägt.
Politische und juristische Gegenwehr
Der Widerstand findet nicht nur auf der Straße, sondern auch in den Institutionen statt:
Rücktritte in der Justiz: Mehrere Staatsanwälte legten aus Protest gegen die Weigerung der Regierung, gegen schießende ICE-Beamte zu ermitteln, ihre Ämter nieder.
Blockaden im Kongress: Die Demokratische Partei droht mit einer Blockade von Haushaltsmitteln für die Einwanderungsbehörden.
Städte als Schutzräume: Sogenannte "Sanctuary Cities" versuchen weiterhin, die Zusammenarbeit mit ICE zu verweigern, was zu direkten Konflikten mit entsandten Bundesagenten führt.
Hintergrund: Unter der aktuellen Trump-Administration wurde das Budget für Einwanderungsbehörden massiv auf geschätzte 170 Milliarden US-Dollar erhöht. Ziel ist die Durchführung von Massendeportationen, wobei ICE-Beamte verstärkt im Landesinneren statt nur an der Grenze operieren.
Dazu auch: "Am 24. Januar 2026 wurde erneut ein US-Bürger, Alex Pretti, durch ICE-Mitarbeiter erschossen. Er hatte zuvor ICE-Mitarbeiter gefilmt und sich schützend vor eine Frau gestellt, die von ICE-Mitarbeitern zu Boden geworfen wurde. Er wurde anschließend von mehreren ICE-Agenten ebenfalls zu Boden geworfen und geschlagen. Kurz darauf fielen innerhalb von fünf Sekunden zehn Schüsse. Das Todesopfer Alex Pretti war 37 Jahre alt, hatte einen Bachelor in Biologie und arbeitete als Intensivpfleger in einem Krankenhaus in Minneapolis.[83][84][85][86][87][88][89][90][91] Wikipedia
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