Elizabeth Warren
Die „Populistin aus der Prärie“ Packer zeichnet Warren als eine Figur, die aus bescheidenen Verhältnissen in Oklahoma stammt. Er beschreibt sie als eine Art „Prärie-Populistin“, deren politische Ansichten nicht aus ideologischer Theorie, sondern aus empirischer Forschung und persönlichen Beobachtungen entstanden sind. Vom Konservatismus zur Systemkritik Ein zentraler Punkt in Packers Darstellung ist Warrens intellektuelle Wandlung: Ursprüngliche Sicht: Zu Beginn ihrer Karriere als Rechtsgelehrte vertrat sie eher konservative Ansichten. Sie glaubte, dass Privatinsolvenzen meist die Folge von mangelnder Disziplin oder dem Versuch seien, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Die Wende: Durch ihre Studien zum Insolvenzrecht erkannte sie jedoch, dass nicht mangelnde Moral, sondern wegbrechende Sicherungssysteme die Ursache waren. Sie stellte fest, dass Familien oft durch unvorhersehbare Ereignisse wie Krankheiten, Jobverlust oder räuberische Kreditpraktiken in den Ruin getrieben wur...